Worum es geht
Inmitten einer Landschaft wendet sich Maria betend an das Christuskind. Von links kommt ein Engel hinzu, der ehrfürchtig die Hände erhoben hat. Das aus der Sammlung Ziegler stammende Gemälde wurde versuchsweise dem Meister von Serumido (nach der Kirche San Pietro in Gattolino in Florenz) zugeschrieben, einem zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Florenz tätigen Maler, den Federico Zeri im Umfeld der Florentiner Manieristen verortet hat. Bemerkenswert an der Stuttgarter Tafel sind die Anlehnungen an die frühen Madonnenbilder Raffaels und Leonardo da Vincis. Während die hoch aufragende Marienfigur noch an Kompositionen von Perugino erinnert (vgl. etwa die »Madonna mit Engeln« in Florenz, Palazzo Pitti), ist vor allem das charakteristische Christuskind von Leonardos Studien und Gemälden inspiriert. Die leuchtende Farbigkeit mit Zwischentönen wie Rosa und Violett ist charakteristisch für die Florentiner Malerei in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
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