Eine Collage aus mehreren Fotografien die eine Bewegung an der Treppe eines Gebäudes darstellt.

HYPERIMAGE

Untertitel
Sammlung Rolf H. Krauss
Laufzeit
7.10.2022 – 5.2.2023
Beschreibung

Die Ausstellung »HYPERIMAGE« erinnert an Rolf H. Krauss (1930–2021), dessen bedeutende Sammlung »Kunst mit Photographie« 1989 von der Staatsgalerie Stuttgart angekauft wurde. Bei den meisten Werken dieser Sammlung handelt es sich nicht um Einzelbilder, sondern um Zusammenstellungen von fotografischen Bildobjekten »zu einer neuen, übergreifenden Einheit«, die man als »Hyperimage« bezeichnen kann. So lenkt die Ausstellung unsere Aufmerksamkeit auf das produktive Zusammenspiel fotografischer Bilder, das auch unsere analoge und digitale Lebenswelt prägt.

Mitte der 1960er-Jahre lehnten viele Konzeptfotografen, deren Werke Krauss sammelte, programmatisch die Idee des eigenständigen Bildes ab. Konzeptkünstler hinterfragten das Wesen der Kunst und lehnten die traditionellen Formen der Malerei und Skulptur als ultimative Fetische der kapitalistischen Warenwirtschaft ab. Zu dieser Zeit war die Fotografie vom Kunstmarkt noch nicht vollständig anerkannt und konnte daher für sich beanspruchen, als Anti-Kunst ein hippes Gegenkultur-Gütesiegel zu sein. In diesem Zusammenhang entdeckten viele Kunstschaffende das besondere Potenzial fotografischer Bilder, Hyperbilder zu bilden, und begannen, die verschiedenen Möglichkeiten der Gruppierung von Fotografien zu neuen Bedeutungseinheiten gründlich zu erforschen.

Zu sehen sind unter anderem Werke von Helena Almeida, Monika Baumgartl, Bernd und Hilla Becher, Gilbert & George, Rebecca Horn, Nikolaus Koliusis, Rolf H. Krauss, Dennis Oppenheim, Helmut Schweizer, Katharina Sieverding und Dolores Wyss.