Worum es geht
Die gotische Kathedrale galt den Expressionisten wie den Dadaisten als Inbegriff der Einheit der Künste. Kurt Schwitters nannte seine heute nicht mehr im Original existierende monumentale Rauminstallation des unvollendet gebliebenen Merzbaus »KdeE«- Kathedrale des erotischen Elends. Seine zu den wichtigsten Dada-Publikationen gehörende Broschüre mit dem Titel »Die Kathedrale« erschien im Verlag Paul Steegemann 1920 in Hannover und enthält inklusive des Umschlags insgesamt acht Lithographien. Mit Humor und Selbstironie ist der geöffnete Verschlussstreifen gestaltet, welcher auf der Vorderseite den Hinweis trägt »Aus sanitären Gründen zugeklebt. Vorsicht: ANTI=dada« und auf der Rückseite die Empfehlung gibt »Man weise aufgebrochene Exemplare zurück, K. S. Merz. 1920.«
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