Neuerwerbung 2020

Anish Kapoor

Concave Convex

(Diamond aus der Serie »Mirror«), 2019

Anish Kapoor, »Concave Convex (Diamond)«, 2019, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart e.V. seit 2020, © Anish Kapoor. All rights reserved, DACS/VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Barnett, Newman, Who's Afraid of Red, Yellow a
Anish Kapoor, »Concave Convex (Diamond)«, 2019, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart e.V. seit 2020, © Anish Kapoor. All rights reserved, DACS/VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Barnett, Newman, Who's Afraid of Red, Yellow and Blue II, 1967, © Barnett Newman Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Ellsworth Kelly, Yellow on Black, 2001, © Ellsworth Kelly Foundation, Joseph Beuys, dernier espace avec introspecteur, 1964-1982, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2021, Ernst Wilhelm Nay, Gelb - Schwarz – Rot, 1967, © Elisabeth Nay-Scheibler, Köln / VG Bild-Kunst Bonn 2021, Yves Klein, Monochrome bleu (IKB 219), 1956, © Yves Klein/ VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Kenneth Noland, Vent, 1965-1967, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Mit der Unterstützung der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart e.V. konnten wir unsere Sammlung um ein Objekt des indisch-britischen Bildhauers Anish Kapoor erweitern, die Arbeit »Concave Convex (Diamond)« aus der Serie »Mirror« aus dem Jahr 2019. In Deutschland ist der international renommierte Künstler bisher nur in privaten Sammlungen vertreten. Das Werk wird ab dem Sommer in der Sammlung zu sehen sein.

Der Ankauf geht zurück auf unseren Wunsch, mit Anish Kapoor eine weitere international bedeutende, zeitgenössische Position für die Sammlung zu erwerben. Prof. Dr. Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie sagt: »Anish Kapoor steht seit den 1970er Jahren für einen künstlerischen Umgang mit Raum, Optik und Wahrnehmung, der ebenso spannend wie individuell ist. Die Stringenz seines Arbeitens mit den metaphysischen Übergängen macht ihn zu einem der wichtigsten Bildhauer unserer Gegenwart. Wir sind den Freunden der Staatsgalerie sehr dankbar für diesen Ankauf. Bisher haben ihn in Deutschland nur private Sammler gekauft. Umso mehr freuen wir uns, einen so schönen Kapoor in unserer Sammlung zu haben. Wir hatten die Arbeit gleich bei Ankunft im November gehängt, aber durch den Lockdown können wir es ja leider nicht öffentlich zeigen. Nun wird für die Beuys Ausstellung wieder umgebaut. Danach aber laden wir jeden herzlich ein, diese fantastische Arbeit bei uns zu sehen.«

Anish Kapoor ist bekannt für seine geheimnisvollen Objekte und Skulpturen, die durch ihre oftmals monumentalen Ausmaße immer wieder die Grenzen von Architektur und Skulptur in Frage stellen. Kapoor, der aus Mumbai stammt, lebt seit 1973 in London, wo er Kunst studiert und bereits früh mit monochromen Installationen aus Farbpigmenten auffällt, bevor er im Laufe der 1980er Jahre beginnt, sich verstärkt mit dem Betrachter im Raum auseinanderzusetzen. Seine jüngeren, meist ortsspezifischen, aus konvexen und konkaven Spiegelelementen bestehenden Arbeiten, spielen mit metaphysischen Gegensätzen und regen zur unmittelbaren persönlichen Erfahrung mit den Werken an.

Die Arbeiten der Mirror-Serie aus dem Jahr 2019 basieren auf mathematisch kühler Logik und machen den Betrachter selbst zum Teil des Werkes, indem sie ihn in ein optisches Phänomen einbinden und dieses gleichzeitig hinterfragen lassen. Kapoor selbst sagt dazu: »Was mich interessiert, ist, dass aus bestimmten Winkeln und Positionen in beiden Spiegeln überhaupt kein Bild zu sehen ist. Mich interessiert die Art und Weise, wie sie sich scheinbar umkehren, bestätigen und dann negieren.«

Lebenslauf von Anish Kapoor

1954 geboren in Mumbai

seit 1973 lebt und arbeitet er in London, Studium am Hornsey College of Art und am Chelsea College of Art and Design

1980 Erste Einzelausstellung in Paris

1990 Teilnahme an der Biennale di Venezia

1991 erhält Kapoor den renommierten Turner Price

1992 Teilnahme an der documenta IX in Kassel

2003 zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt

2013 wegen seiner Verdienste um die bildende Kunst zum Ritter geschlagen

Interview mit Direktorin Christiane Lange zum Ankauf

Mehr zum Ankauf erfahren Sie hier:

Interview mit der Direktorin 

Weitere Informationen und einen Film zum Werk finden Sie bei den Freunden der Staatsgalerie.

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