Der Meister von Meßkirch

Forschungsprojekt zur Kunsttechnologie

Restauratorische Untersuchung der Tafel vom Meister von Meßkirch

Zur Vorbereitung der Großen Landesausstellung 2017 »Der Meister von Meßkirch - Katholische Pracht in der Reformationszeit« untersuchten Diplom-Restauratorinnen dreizehn Holztafelgemälde des Meisters von Meßkirch.

Die wissenschaftliche Untersuchung sollte Auskunft über den Erhaltungszustand der Gemälde geben, vor allem aber war das Ziel, die Kunsttechnologie als Ergänzung zur Kunsthistorie zu erforschen. Dabei galt es herauszufinden, welche Materialien der Meister von Meßkirch verwendete und wie diese angewendet wurden. Zu diesem Zweck standen unterschiedliche Methoden zur Verfügung: Um die Holzart der Bildträger sicher zu belegen, erfolgte die holzanatomische Bestimmung der einzelnen Tafeln.

Kartierung der Unterzeichnung beim Meister von Meßkirch
Kartierung der Unterzeichnung auf der Tafel

Um die Holzart der Bildträger sicher zu belegen, erfolgte die holzanatomische Bestimmung der einzelnen Tafeln. Daneben wurden Infrarotreflektogramme angefertigt, um mögliche Unterzeichnungen auf der Grundierung sichtbar zu machen. Röntgenaufnahmen geben Auskunft über den Aufbau des Bildträgers und zeigen beispielsweise die Verwendung bestimmter Pigmente auf. Außerdem wurde anhand von mikroskopisch kleinen Proben, die aus dem Gemälde entnommen wurden, die Schichtenabfolge der Malerei in einem Querschliff dargestellt und in Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern eine Elementanalyse der Pigmente im Rasterelektronenmikroskop angefertigt.

Alle Untersuchungen wurden dokumentiert, ausgewertet und zu einem Bericht mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Kunsttechnologie des Meisters von Meßkirch zusammengefasst.

Ansprechpartnerinnen:

Dipl.-Rest. Katja van Wetten
T +49 711 470 40 132
k.vanwetten@remove-this.staatsgalerie.de

Dipl.-Rest. Lydia Schmidt
l.schmidt@remove-this.staatsgalerie.de

Dipl.-Rest. Eva Tasch
e.tasch@remove-this.staatsgalerie.de

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