Ausstellung eröffnet

Becoming Famous. Peter Paul Rubens
22.10.2021 – 20.2.2022

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Georg Rothe
Referent für Medien und Kommunikation
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Pressematerial

Heute eröffnet in der Staatsgalerie Stuttgart die Sonderausstellung »Becoming Famous. Peter Paul Rubens«. Sie zeigt, wie Rubens zum erfolgreichsten Maler des Barock aufstieg – mit Netzwerk, Werkstatt und prägnanter Bildsprache. In der Ausstellung werden rund 90 Gemälde und Papierarbeiten aus eigenem Bestand sowie hochwertige Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen bis 20.2.2022 präsentiert.

Peter Paul Rubens (1577–1640) gilt als erfolgreichster Maler des Barock. Bereits Zeitgenossen sind bereit, Höchstpreise für seine Gemälde zu zahlen. Die Ausstellung zeigt, wie Rubens in seinen frühen Schaffensjahren das Fundament für seinen späteren Erfolg legt. Als Sohn einer angesehenen Familie verfügt er über das nötige Startkapital und lernt noch in der Schulzeit einflussreiche Freunde und spätere Förderer kennen. Dazu kommen sein künstlerisches Talent sowie sein großer Ehrgeiz, als Künstler soziale und monetäre Anerkennung zu erreichen.

Rubens verlässt 1600 Antwerpen, um in Italien die Kunst der Antike, der Renaissance und der Zeitgenossen zu studieren. Kontinuierlich erweitert er sein Netzwerk: Er wird Hofmaler des Herzogs von Mantua, porträtiert Angehörige der einflussreichsten Familien Genuas und stellt sich erfolgreich dem Wettbewerb mit anderen Künstlern. Nach seiner Rückkehr nach Antwerpen baut Rubens eine leistungsstarke Werkstatt auf, die durch eine effiziente Arbeitsteilung eine große Zahl an Bildern in kurzer Zeit und in hoher Qualität produzieren kann. Eine prägnante Bildsprache wird sein Markenzeichen. Schnell sind seine Motive in ganz Europa bekannt, was nicht zuletzt an der umfangreichen Kupferstichproduktion liegt.

Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Seiner Majestät, dem König der Belgier.

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Forschung und Kunst. Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, sagt: »Zum Gelingen dieser bemerkenswerten Rubens-Ausstellung hat neben den internationalen Partnern und Leihgebern ganz entscheidend die gewinnbringende Kooperation baden-württembergischer Institutionen beigetragen. Dieser Brückenschlag zwischen der Hochschulwelt und der Kultur ist ein weiterer Beleg für die große Kompetenz und Forschungsstärke hier im Land. In Zukunft wird es noch mehr darauf ankommen, dieses Potenzial zu nutzen, zu bündeln und in gemeinsame Projekte einfließen zu lassen.«

So konnte Prof. Dr. Nils Büttner von der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart als Gastkurator gewonnen werden, dem wir zur Berufung zum Chairman des Centrum Rubenianum in Antwerpen gratulieren. Er kuratiert die Ausstellung gemeinsam mit Dr. Sandra-Kristin Diefenthaler von der Staatsgalerie.

Ausgangspunkt des Projekts sind die Bestände der Staatsgalerie. Dr. Sandra-Kristin Diefenthaler sagt dazu: »Mit Hilfe der Wüstenrot Stiftung konnten wir zahlreiche neue Erkenntnisse über die Entstehung und die Herkunft unserer Rubens-Gemälde gewinnen. Wir können nun beispielsweise mit Gewissheit sagen, mit der weiblichen Kopfstudie ein weiteres Gemälde von Rubens in unserer Sammlung zu haben.«

Die Ausstellung wird gefördert von der Wüstenrot Stiftung, der Regierung Flandern und der Ernst von Siemens Stiftung. Ihr Generalsekretär, Dr. Martin Hoernes, freut sich: »Die Ernst von Siemens Kunststiftung ist seit Langem verlässlicher Partner bei ambitionierten Ausstellungsvorhaben, die ein neues Licht auf Künstlerinnen und Künstler, Entwicklungen oder Gattungen werfen. Diesen Blick eröffnet uns nun in dieser Ausstellung die Staatsgalerie Stuttgart, die erstmals ihren Bestand an Rubens-Werken kunsttechnologisch und kunsthistorisch untersucht hat. Die für uns besonders relevante Forschung wurde zudem eingebettet in ein sehr aktuelles Rahmenthema: Wie wurde Rubens der größte Influencer des Barock?«

Präsentiert werden rund 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus eigenem Bestand sowie hochwertige Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen. Unter dem Titel »Things Matter« ergänzt eine Auswahl zeitgenössischer Fotografien die Ausstellung. Die ausgewählten Positionen übertragen die Ästhetik der Alten Meister in die Gegenwart und beziehen Stellung zu Themen wie Rassismus, Klimawandel und Konsum.

Begleitend zur Ausstellung erscheint der Katalog »Becoming Famous. Peter Paul Rubens« im Sandstein Verlag, 344 Seiten, Preis 39,90 €, ISBN 123-4-5678-9012-3.

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