Prof. Dr. Peter Beye feiert am 26. Februar 2017 seinen 85. Geburtstag

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Am 26. Februar 2017 feiert Prof. Dr. Peter Beye seinen 85. Geburtstag. Sein Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Christlichen Archäologie schloss er 1957 mit der Promotion über Cimabue, einem der Hauptmeister der frühitalienischen Malerei, ab. Seit 1960 an der Staatsgalerie Stuttgart tätig, war Peter Beye von 1969 bis 1994 Direktor des Museums.

Die Ära seines Direktorats stand im Zeichen einer herausragenden Qualifizierung der Sammlung der Staatsgalerie. Dank erheblicher Zuwendungen aus Lotto- und Totomitteln und der Museumsstiftung Baden-Württemberg gelang es ihm, vor allem die moderne Abteilung zu einer der führenden in Deutschland auszubauen und ihr internationales Profil entscheidend zu schärfen.

Aus der Vielzahl der Erwerbungen ragen Spitzenwerke von Henri Matisse (Rücken, 1909/30), Constantin Brancusi (Torso, 1912) und Pablo Picasso (Badende, 1956), von Paul Klee (Vierteiliger Palast, 1933), Giorgio de Chirico (Metaphysisches Interieur mit großer Fabrik, 1916), Piet Mondrian (Komposition im Quadrat, 1922) und Max Beckmann (Reise auf dem Fisch, 1934) hervor. Ganze Sammlungsbereiche wie Dadaismus und Surrealismus kamen hinzu. Die Rauminstallation von Joseph Beuys in der Neuen Staatsgalerie, Bilder von Andy Warhol (White Desaster I, 1963) und Barnett Newman (Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue II, 1967) runden das vielgestaltige Ensemble der bis in die Kunst der frühen 1990er Jahre reichenden Erwerbungen ab. Zählt man noch die Spitzenerwerbungen italienischer Barockbilder von Giovanni Paolo Pannini, der Frühitaliener sowie der niederländischen und altdeutschen Malerei mit Hans Memling und Bernhard Strigel hinzu, so haben sich die Primärbestände des Museums unter Peter Beye um mehr als ein Drittel erweitert. In ähnlicher Weise ist auch die Sammlung der Graphischen Sammlung auf hohem Niveau weiterentwickelt worden. Stiftungen in Millionenhöhe, darunter ein Tahiti-Bild von Paul Gauguin, wurden dem Museum in diesen Jahren zuteil.

Nach Eröffnung der Neuen Staatsgalerie von James Stirling 1984 wurden Präsentationen vor allem von größeren Wechselausstellungen möglich. Peter Beye initiierte Eigenproduktionen wie auch Kooperationen mit in- und ausländischen Museen und Ausstellungshäusern, die vorrangig der Klassischen Moderne (Salvador Dali, Alberto Giacometti) und der zeitgenössischen Kunst (Ad Reinhardt, Daniel Buren) gewidmet waren. Sie standen durchweg im Einklang mit Struktur und Gewichtung der museumseigenen Sammlung. Sammlung und Ausstellung sollten einander ergänzen, weil nur so das Museum als Einheit, als ein Ort sinnstiftender Verknüpfung seiner Aktivitäten erlebt werden kann.

In den Jahren von 1970 bis 1994 war Peter Beye Mitglied im Ausschuss für deutsche Kunstausstellungen im Ausland beim Auswärtigen Amt und von 1987 bis 1994 auch Vorsitzender der Museumskommission im Beirat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Desgleichen wurde er schon zu Beginn seiner Amtszeit in die Ankaufskommission der Bundesregierung berufen.

Geehrt mit dem Großen Bundesverdienstkreuz (1994) war Peter Beye auch nach seiner Pensionierung beratend tätig und hat gemeinsam mit Felicitas Baumeister den Werkkatalog der Gemälde von Willi Baumeister (2002) verfasst.

 

 

Peter Beye, Foto: Staatsgalerie Stuttgart

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