Karin Kneffel – Malerei als Spiegelung der Wirklichkeit

Staatsgalerie präsentiert Neuerwerbung

Karin Kneffel, Ohne Titel, 2003, Staatsgalerie Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Karin Kneffel, Ohne Titel, 2003, Staatsgalerie Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Pressetext

Anlässlich des 65. Geburtstags von Karin Kneffel präsentiert die Staatsgalerie ab 26. März 2022 eine Intervention in der ständigen Sammlung: »Karin Kneffel – Malerei als Spiegelung der Wirklichkeit« zeigt die aktuellste Neuerwerbung, das großformatige Gemälde »Ohne Titel (Treppe)« aus dem Jahr 2003. Es zeigt ausschnitthaft auf vier mal zwei Metern eine mit einem roten Läufer bespannte Treppe. Kneffel schafft es auf faszinierende Weise Raum und Zeit miteinander zu verschmelzen und erweckt durch die ungewöhnliche Perspektive und Monumentalität ihrer Arbeiten beim Betrachten ein Gefühl der Irritation.

Inhaltlich und motivisch im Gesamtwerk von Kneffel verortet wird die Neuerwerbung »Ohne Titel (Treppe)« durch eine kleine Auswahl weiterer Gemälde aus privaten Sammlungen als Leihgaben aus den Jahren 2001 bis 2010. Diese Werke wurden gemeinsam mit der Künstlerin ausgewählt. Deutlich wird dabei Kneffels Vorliebe für das Erproben von malerischen Möglichkeiten: Ornamente und Spiegelungen realisiert sie mit malerischer Präzision in einem langwierigen Malprozess, der bis zu vier Malschichten auf mehrfach grundierter Leinwand umfassen kann.

Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, sagt: »Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, aus Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg ein herausragendes Werk von Karin Kneffel für die Staatsgalerie Stuttgart zu erwerben. Das Gemälde ›Ohne Titel‹ wird sicherlich zu einem Highlight der Sammlungspräsentation. Mit dem Erwerb des Gemäldes wird auch die neue Ankaufsstrategie der Staatsgalerie unterstützt, die den Fokus stärker als bisher auf weibliche, zeitgenössische und international etablierte Positionen legt.«

Die Intervention in der ständigen Sammlung ist vom 26. März bis 9. Oktober 2022 in dem Raum zu sehen, wo üblicherweise die Figurinen des »Triadischen Balletts« von Oskar Schlemmer stehen. Diese werden währenddessen in der Ausstellung »Moved by Schlemmer« im Altbau der Staatsgalerie gezeigt.

Karin Kneffel gehört zu den profiliertesten Vertreterinnen des Neorealismus in der zeitgenössischen Malerei. Sie studierte von 1981 bis 1987 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Gerhard Richter war. Von 2000 bis 2008 lehrte sie als Professorin für Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen. Seither ist sie Professorin für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München.

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Karin Kneffel, Ohne Titel, 2003, Staatsgalerie Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
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