Bienvenue!

Restitution eines Kriegsverlusts an die Staatsgalerie

Jan van Kessel d. Ä. »Fische und Muscheln am Strand«: der restituierte Kriegsverlust

Kontakt

Nicolas Flessa

Pressesprecher

T +49 711 470 40-275

Georg Rothe

Referent für Medien und Kommunikation

T +49 711 470 40-457


sgs_presse@remove-this.staatsgalerie.bwl.de

 

 

Pressematerial

Ende September 2021 erhielt die Staatsgalerie ein seit dem Zweiten Weltkrieg vermisstes Kunstwerk zurück. Ab November wird es im Rahmen einer Sonderpräsentation für einige Wochen in der Staatsgalerie zu sehen sein.

Das Gemälde »Fische und Muscheln am Strand« von Jan van Kessel d. Ä. (1626-1679) war 1902 aus Schloss Ludwigsburg an die Staatsgalerie gekommen. Während des Krieges wurde es gemeinsam mit anderen Kunstwerken in ein Pfarrhaus ausgelagert und dadurch vor der Zerstörung bewahrt. Als Mitarbeiter der Staatsgalerie den Auslagerungsort 1945 begutachteten, fanden sie diesen jedoch fast vollständig leergeräumt vor.

Ende 2020 wurde das kleine Gemälde in französischem Privatbesitz identifiziert und am 24. September 2021 in der Pariser Botschaft der Bundesrepublik Deutschland an einen Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie die Direktorin und die Provenienzforscherin der Staatsgalerie übergeben. Zuvor hat sich die ehemalige Besitzerin mit Hilfe eines Kunstexperten und eines Anwalts auf die Suche nach dem ursprünglichen Eigentümer gemacht. Wir danken ihr sehr herzlich für ihre Initiative und die großzügige Restitution.

Sobald das Kunstwerk einen neuen Rahmen und die Freigabe durch das Restauratorenteam erhalten hat, wird es in Form der mehrwöchigen Sonderpräsentation »Bienvenue! Späte Heimkehr eines Kriegsverlusts« in den Räumen der Staatsgalerie zu sehen sein. Mit der Rückgabe dieses Werks kann eine schmerzhafte Lücke geschlossen werden, weil das seit 77 Jahren verwaiste Gegenstück nun endlich wieder mit seinem Pendant in der ständischen Sammlung präsentiert werden kann.

Pressebild

Jan van Kessel d. Ä., Fische und Muscheln am Strand, 1660, Staatsgalerie Stuttgart © Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Prof. Dr. Christiane Lange und Kunstexperte/Galerist Alexis Bordes (v.l.n.r.)
Prof. Dr. Christiane Lange mit zwei Mitarbeiterinnen der Deutschen Botschaft in Paris, Anja Vorkamp und Martina Kronier (v.v.n.h.)
Min.-Rat Dr. Volker Wedekind (MWK) und Anwalt Maître Philippe Plantade beim Unterschreiben der Rückgabevereinbarung (v.l.n.r.)
nach oben