Banksy in neuer Hängung in der Staatsgalerie

Aktuell hat Banksys »Love is in the Bin« den Kunstrevolutionär Marcel Duchamp und dessen »Flaschentrockner« verlassen und ist in einem neuen Kontext in der Sammlung der Staatsgalerie zu sehen.


Banksy »Love is in the Bin«, 2018, Privatsammlung Foto: Staatsgalerie Stuttgart, © Banksy

Presse:

Anette Frankenberger
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Pressetext

Seit März 2019 hängt das während einer Auktion neu geschaffene Werk »Love is in the Bin« des Streetart Künstlers Banksy in der Stuttgarter Staatsgalerie. Hier wird es in der Sammlung präsentiert und im musealen Kontext diskutiert. Als Dauerleihgabe tritt es nun Schlüsselwerken der Kunstgeschichte von Rembrandt bis Duchamp gegenüber und wirft grundlegende Fragen auf, wie zum Beispiel „Wie wird ein Künstler zur Marke?“, „Warum zerstört ein Künstler sein Werk?“ oder „Werden Objekte durch Aktionen zur Kunst?“

Die Präsentation erregt bundesweit Aufsehen und wird kontrovers diskutiert – nicht nur in den Medien. Mit der »Speakers‘ Corner« und weiteren Veranstaltungen der Kunstvermittlung lädt die Staatsgalerie ihr Publikum zum Austausch über Kunst ein. Mit Erfolg - Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie, stellt fest: „Die Zahl der Sammlungsbesucher hat sich mehr als verdoppelt, seitdem wir das Werk bei uns präsentieren. Schon jetzt zählen wir in der Sammlung mit über 90.000 Besuchern weit mehr als im gesamten Jahr 2018. Das ist ein toller Erfolg und zeigt das überwältigende Interesse des Publikums an Banksy, aber auch an den Fragen rund um die Kunst, die wir hier stellen.“

Mit der aktuellen Hängung werden neue Fragen aufgeworfen:
Was macht ein Bild zu einem Skandal? Wie ist es möglich, dass die ganze Welt über Nacht von einem einzigen Kunstwerk spricht?

Bei der Gegenüberstellung trifft Banksy auf einen wahren Skandal-Künstler der Kunstgeschichte. Er revolutionierte seinerzeit das Malerhandwerk und versetzte die Kunstwelt um 1860 in Entsetzen. 1906 erwirbt auch der Stuttgarter Galerieverein ein impressionistisches Werk des Künstlers. Ein Skandal - die »Felder im Frühling« werden nach dem Ankauf abwertend als »Farbenstudie« bezeichnet und das Bild verschwindet nach heftiger Kritik im Depot. Heute gehört das Gemälde zu den Hauptwerken des Museums.
Auch die Schredder-Aktion, die zu »Love is in the Bin« führte, sorgte für Schock und Empörung. Misst sich die Bedeutung der Werkes vielleicht sogar am Skandal selbst, der Aktion während der Auktion? Ein halbes Jahr später ist sich die Kunstwelt noch nicht darüber einig, welche Rolle Banksys Werk zwischen Rembrandt und Duchamp einnimmt, oder ob es sich im Kanon der Kunstgeschichte etabliert?

Diskutieren Sie mit #visitbanksy.

Im Rahmen der Präsentation lädt die Staatsgalerie zu einem
»Weekend Warm-up. Von Banksy bis Beats.« ein.

Freitag, 26.7.2019, 19-24 Uhr

Beats von sumo

Streetart Talk mit Agenturinhaber & Artist Scout Constantin Schiller, Künstlerin Julia Humpfer (JuliaH) und Silvia Rückert, Leiterin Ausstellungen im Stadtpalais

Moderation Kulturjournalist & Autor Björn Springorum
Live-Spraying von Julia Humpfer (JuliaH)

Mit Snacks von Eiswägele und Museumscafé Fresko
Mit Drinks von Call-a-cocktail und Museumscafé Fresko


Vorverkauf: 5 € online im Ticketshop,
Abendkasse: 8 €, ermäßigt 5 € mit Breuninger Card

Freier Eintritt für Jugendliche bis einschließlich 20 Jahre ermöglicht durch die L-Bank

 

 

In Kooperation mit

Logo Stadtkind Stuttgart
Banksy, Love is in the Bin, 2018, Sprayfarbe und Acryl auf Leinwand, 142 x 78 x 18 cm, Privatsammlung, Foto: Staatsgalerie Stuttgart, © Banksy
Banksy, Love is in the Bin, 2018, Sprayfarbe und Acryl auf Leinwand, 142 x 78 x 18 cm, Privatsammlung, Foto: Staatsgalerie Stuttgart, © Banksy
Banksy, Love is in the Bin, 2018, Sprayfarbe und Acryl auf Leinwand, 142 x 78 x 18 cm, Privatsammlung, Foto: Staatsgalerie Stuttgart, © Banksy hängt seit Juli 2019 neben Claude Monet, Felder im Frühling, 1887, Staatsgalerie Stuttgart
Banksy, Love is in the Bin, 2018, Sprayfarbe und Acryl auf Leinwand, 142 x 78 x 18 cm, Privatsammlung, Foto: Staatsgalerie Stuttgart, © Banksy hängt seit Juli 2019 zwischen den Werken französischer Impressionisten.
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