Ida Kerkovius
Die ganze Welt ist Farbe.

Die Laufzeit der Ausstellung wird neu festgelegt.

 

 

Bild von Ida Kerkovius
Ida Kerkovius, Pastell II auf Grün, 1960, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Kerkovius Archiv Wenelstein

Presse:

Charlotte Mischler
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Pressetext

Die für den 19. März 2020 geplante Eröffnung der Ausstellung »Ida Kerkovius. Die ganze Welt ist Farbe« ist leider vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie entfallen. Die Laufzeit der Ausstellung wird neu festgelegt werden, sobald absehbar ist, wann die Staatsgalerie wieder öffnen kann. Aktuell sind die Werke von Ida Kerkovius in der Sammlung Digital auf der Website der Staatsgalerie zu sehen.

Anlässlich ihres 50. Todestages zeigt die Staatsgalerie unter dem Titel »Ida Kerkovius. Die ganze Welt ist Farbe« eine kleine Kabinett-Ausstellung zum gesamten Schaffen der Stuttgarter Künstlerin.

In Riga im Jahr 1879 geboren, lernt Ida Kerkovius im Jahr 1903 in Dachau Adolf Hölzel kennen und folgt ihm 1908 als Schülerin an die »Königlich Württembergische Akademie der Bildenden Künste« nach Stuttgart. Später wird sie seine Assistentin. Hölzel weiß ihre Eigenheit zu schätzen: »Sie macht meine Lehre, aber komisch, sie macht ganz andere Sachen.«

An der Akademie unterrichtet Kerkovius auch Johannes Itten und Oskar Schlemmer, bei denen sie selbst nur wenige Jahre später als Studentin am Staatlichen Bauhaus in Weimar in den Unterricht geht. Zwischen 1920 und 1923 studiert sie in den Wintersemestern in Weimar, wo sie besonders die Lehren von Wasily Kandinsky und Paul Klee inspirieren. Trotz der verschiedenen Einflüsse betont sie immer, dass sie nicht nur einem Stil folge: »Ich bekenne mich zu keiner Kunstrichtung, sondern bin immer bestrebt wie am Anfang meiner Entwicklung, den Gefühlen, die in mir leben, Gestalt, Qualität und Ausdruck zu geben.«

Nach dem Vorkurs wechselt Kerkovius wie fast alle Frauen am Bauhaus in die Weberei. 1924 kehrt sie nach Stuttgart zurück und unterrichtet wieder selbst. In der Zeit des Nationalsozialismus hält sie sich mit dem Weben über Wasser. Im Jahr 1944 wird ihr Atelier in Stuttgart ausgebombt, so dass kaum noch Arbeiten aus den frühen Jahren existieren. In der Nachkriegszeit zählt die »Kerko«, wie sie in Stuttgart genannt wird, zu den wichtigsten Künstlerinnen Deutschlands, gerät aber zusehends in Vergessenheit.

Am 7. Juni 1970 verstirbt sie in Stuttgart.

Die Ausstellung zeigt aus der Sammlung der Staatsgalerie 31 Werke, unter ihnen Stadtlandschaften, Naturdarstellungen und Blumenstillleben. Das früheste Werk ist eine Leinwandarbeit aus dem Jahr 1911, die späteste Arbeit ein Siebdruck aus dem Jahr 1965.

Die Weigerung, sich einem verbindlichen Stil unterzuordnen ermöglicht es Ida Kerkovius, immer wieder neu mit den bildnerischen Mitteln und der Farbe umzugehen. Gerade in ihren Pastellarbeiten entwickelt sie eine emotionale, farbenprächtige Bildsprache, die den Betrachter auf einer sinnlichen Wahrnehmungsebene mit einbezieht. Ob Textil, Papier oder Leinwand - für Ida Kerkovius entsteht das Bild aus der Farbe heraus. »Meine Welt ist die Farbe, in ihr kann sich meine Phantasie ganz entfalten.« (Ida Kerkovius)

Pressebilder zum Download

Ida Kerkovius, Pastell II auf Grün, 1960, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Kerkovius Archiv Wendelstein
Ida Kerkovius, Auf Violett mit Kreuzform, um 1960, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Kerkovius Archiv Wendelstein
Ida Kerkovius, Gartenbild Hofheim, 1935, Gouache, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Kerkovius Archiv Wendelstein
Ida Kerkovius, Abstraktes Stillleben, um 1935,  Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Kerkovius Archiv Wendelstein
Ida Kerkovius, Abstrakte Komposition mit zwei Kugelelementen, um 1955, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Kerkovius Archiv Wendelstein
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