Forschungsprojekt »Württembergische Altarretabel«

Die Staatsgalerie Stuttgart besitzt einen der größten Bestände der schwäbischen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, von denen der Großteil noch vollständig erhaltene oder Fragmente von Altarretabeln bilden. Diese Objekte sind oftmals durch die Folgen der Säkularisation und die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte Auflösung der württembergischen Königlichen Altertümersammlung in den Besitz des Museums gelangt. Für die insgesamt circa 80 Altäre und Einzeltafeln mit einer Entstehungszeit zwischen 1430 und 1530 ist der Forschungsstand äußerst unterschiedlich und zeigt einige Desiderate, was Fragen nach Auftraggebern, Standorten, Datierungen oder Werkstätten betrifft. Die Hälfte dieses Bestandes sind Werke bekannter Namen wie Bartholomäus Zeitblom, Jörg Ratgeb oder Bernhard Strigel, etwa weitere 30% der Tafeln fertigten sogenannte Meister und der Rest ist lediglich als »Anonym, schwäbisch, ulmisch oder fränkisch« bezeichnet. 

Das Ziel des Projekts ist es, eine aktuelle, vollständige Erfassung des Forschungsstandes für den eigenen Bestand aufzuarbeiten und dabei möglichst neue Perspektiven auf etablierte und anonyme Positionen anzubieten. Diese systematische Erschließung wird von einer Fotokampagne inkl. infrarottechnologischen Untersuchungen an ausgewählten Tafeln ergänzt und mündet in einer Ausstellung 2027/28 sowie einem wissenschaftlichen Bestandskatalog 2028.


Der Herrenberger Altar: Ein Meisterwerk mit bewegter Geschichte

 


Team

Projektleitung:

Dr. Sandra-Kristin Diefenthaler
sandra.diefenthaler@staatsgalerie.bwl.de

Projektmitarbeitende: 

Alexandra König (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
alexandra.koenig@staatsgalerie.bwl.de

Luca Evers (Wissenschaftlicher Volontär)
luca.evers@staatsgalerie.bwl.de

 

Förderungen

Das Forschungsprojekt wird 2026-2027 gefördert von:

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ADRIANI STIFTUNG