Worum es geht

Beschreibung

Schon am Bauhaus in Weimar hatte dessen Direktor Walter Gropius in Oskar Schlemmer einen universalen Künstler gefunden, der nicht nur im Gestalterischen als kunstgewerblicher Zeichner und mit einer Ausbildung bei Hölzel gestärkt, sondern auch durch seine Beschäftigung mit Bühnenbild und Tanz ideal für das Bauhaus war. Neben seinen Tätigkeiten als Formmeister in verschiedenen Werkstätten waren es vor allem das Akt- und Figurenzeichnen, das er am Bauhaus lehrte, sowie die Leitung der Bühnenwerkstatt, die er 1923 übernahm. Auch in Dessau war sein Konzept »Figur im Raum« für Schlemmer, besonders in der dreidimensionalen Umsetzung im Tanz, ein Hauptanliegen. Die Verschlungenheit der beiden eng aneinander geschmiegten Tänzer in dieser Federzeichnung ist ein hochkompliziertes Konstrukt, da das Vor- und Hintereinander von Armen und Beinen kaum auszumachen ist. Dadurch aber entsteht in der zweidimensionalen Form der Zeichnung ein räumliches Denken. Zudem verkörpert die Kalligraphie der Striche hier einen ganz eigenen ästhetischen Reiz. Die Entstehungszeit einer ganzen Reihe von tänzerisch beschwingten Jünglingsakten im Jahr 1931 beruht auf der eigenhändigen Datierung vom 16. Juli 1931 auf einem der Blätter; auch hat Schlemmer eine der Zeichnungen als Umschlagbild für die Zeitschrift »Schrifttanz« (Heft 2, Oktober 1931) geliefert.

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