Worum es geht

Beschreibung

Otto Muellers oftmals überlängte Badende sind beseelt von Harmonie und innerer Ruhe, kontemplativ liegen, sitzen oder stehen seine Akte in der Landschaft. Diese charakteristische Sanftmut machte die »Brücke«-Künstler bei einer Ausstellung der »Neuen Secession« auf Mueller aufmerksam: »Teils, weil sie [die Bilder] etwas so unmittelbar Sinnliches ausströmten, teils wegen ihrer flächigen Malweise, die ganz dem entsprach, was wir selbst seit 1909 anstrebten.« (Erich Heckel). Wie seine Kollegen strebte auch Mueller nach Natürlichkeit, Ursprünglichkeit und einer Verquickung von Mensch und Natur - der kollektive »Brücke«-Stil beeinflusste ihn dabei jedoch nicht tiefgreifend. Im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft beschäftige sich Mueller kaum mit dem Holzschnitt, die Lithographie entsprach mehr seinem Wesen und seiner künstlerischen Auffassung, wie auch Paul Westheim 1918 feststellte: »Wäre dieser Maler nicht als Kamerad der Kirchner, Heckel, Pechstein, Schmidt-Rottluff vor die Öffentlichkeit getreten, hätte er in den sonnigen Tagen eines de la Tour zu schaffen gehabt, er hätte, glaube ich, seine träumerischen Elegien in sanften Pastellen niedergeschrieben. Es ist bezeichnend das Mueller der einzige unter den Leuten der ›Brücke‹ ist, der nicht zum Holzstock gelangte.«

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