Worum es geht
Zum Gebet aneinandergelegte Hände sind das zentrale Motiv des Plakats. Die in Braun- und Weißtönen gehaltene Darstellung kontrastiert mit den schwarzen Schraubzwingen, die die Hände zusammenhalten. Bei den »Betenden Händen« handelt es sich ursprünglich um eine Zeichnung Albrecht Dürers (1471-1528) aus dem Jahr 1508, welche der Künstler als Entwurf für ein Detail des Heller-Altars zeichnete. Die Zeichnung, die sich heute in der Graphischen Sammlung der Albertina in Wien befindet, ist eine der am meisten reproduzierten Werke Dürers. Sie wird vor allem auf Glückwunsch- und Kondolenzkarten gedruckt, die traditionell bei kirchlichen Ritualen, wie Konfirmationen oder Beerdigungen verschenkt werden. Mit den Schraubzwingen kritisiert Klaus Staeck die Zweckentfremdung des Kunstwerks zugunsten der Tradition sowie den daraus resultierenden inflationären Alltagsgebrauch. Dies führt seiner Ansicht nach dazu, dass das Motiv kommerzialisiert wird und der Ursprung in den Hintergrund gerät bzw. vielen Menschen unbekannt ist.
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