Worum es geht

Beschreibung

Im späten Aquarell »Zürichseeufer bei Regen« reduziert Ernst Ludwig Kirchner seine Aquarelltechnik bis aufs Äußerste. Die verdünnte Farbe lässt die wenigen Motive zurückhaltend, ja fast schwebend erscheinen. Die Strandpromenade und der See hingegen werden durch den Papierton definiert und sind kaum voneinander zu unterscheiden. Trotz des Themas Regenwetter strahlt das Blatt eine heitere Gelassenheit und Leichtigkeit des Seins aus. Schon im September 1925 notierte der Künstler in seinem Tagebuch: »Heute habe ich 25 Jahre solcher Arbeit hinter mir und ich glaube, dass ich etwas Form eigener Phantasie dadurch entwickelt habe. Ich möchte darum erst mal aufhören, vor der Natur zu skizzieren, und nur aus dem Gedächtnis und [der] Phantasie das tun.« Über seine späten Werke schrieb er am 13.8.1937 an den Sammler Carl Hagemann: »Ich male ganz aus dem Kopf jetzt. [...] So etwas aus dem Kopf kann man erst als alter Mann machen. [...] Nun braucht es für uns keine Götter mehr, um Lebensgleichnisse zu schaffen.«

Text

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