Wintermondnacht

Worum es geht

Beschreibung

Am 20.1.1919 schrieb Ernst Ludwig Kirchner an die Tochter von Henry van de Velde, Nele: »Heute früh vor Sonnenaufgang war ein herrlicher Monduntergang, die Berge ganz blau, der Himmel rötlich violett mit rosa Wölkchen und der gelbe sichelnde Mond. Es war einfach toll schön, aber wahnsinnig kalt.« Am 6.2.1919 folgte: »Jetzt mache ich einen Schnitt nach der Skizze mit dem Mond, die ich Ihnen zeichnete.« Der vorliegende Abzug des Farbholzschnitts trägt eine handschriftliche Widmung an Helene Spengler, die Frau des Davoser Arztes Dr. Lucius Spengler, der Kirchner betreute. Gedruckt wurde von neun Holzteilen, Farbzusammenstellungen und Abfolge der Farben wurden beim Druck der bisher zwölf bekannten Exemplare variiert. Der Blick geht aus dem Fenster des Hauses »In den Lärchen« ins Tal: Vorn erscheint der eingeschneite Zaun des Gemüsegartens, unweit rechts der Stall. Hinter den Lärchen erhebt sich die markante Formation des Altein, den Abschluss des Tales bildet das Tinzenhorn.

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