Worum es geht
Seit 1918 verbrachte Corinth mit seiner Familie alljährlich mehrere Wochen in Urfeld, einem kleinen Gebirgsort am Walchensee in Oberbayern. In über 60 Bildern hielt der Künstler dort die stimmungsvolle Landschaft zwischen See und Alpen zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten fest und schuf so die größte zusammenhängende Werkgruppe seiner späten Zeit. Corinth arbeitete an seinen Walchenseebildern mit unglaublicher Geschwindigkeit, benötigte er doch für ein Werk meist kaum 30 Minuten. Mit dynamischem Pinselstrich und in teilweise von der Natur gelösten intensiven Farben fing er so Atmosphäre und Lichtstimmungen ein, bevor diese verloren gingen. Im Sommer 1923 fand Corinth das Motiv für Walchensee, Landhaus mit Wäscheplatz, das zusätzlich zur Landschaftskulisse eine halbkreisförmig gespannte Wäscheleine mit weißen Bettlaken zeigt. Dahinter erhebt sich vor strahlend blauem Wasser das »Hotel Fischer am See«, wo der Künstler während seines ersten Aufenthaltes am Walchensee wohnte.
Haben Sie Fragen oder Informationen zu diesem Objekt?

