Violettes Reh (aus: Skizzenbuch XXV)

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Worum es geht

Beschreibung

Das Aquarell »Violettes Reh« entstammt dem aufgelösten »Skizzenbuch Nr. 35« von Franz Marc aus den Jahren 1911/12. Das schutzsuchende Tier, das die Gefahr wittert, gehört wohl in den Zusammenhang von Entwürfen, die letztendlich zu Marcs Gemälde »Tierschicksale« von 1913 führten. Das Thema der bedrohten Tierwelt findet sich auch in anderen Werken des Künstlers, zu denen er durch die Novelle seines Lieblingsdichters Gustave Flaubert, »Die Legende vom Heiligen Julian dem Gastfreien«, angeregt wurde, die 1908 auch auf Deutsch erschien. In ihr wird von der grausamen Jagdleidenschaft des Fürstensohnes Julian, der seine Eltern ermordet, sowie seinem Gang als Büßer durch die Welt und seiner Läuterung erzählt. Das Motiv des »Violetten Rehs« findet sich auch seitenverkehrt in Seidenstickerei von Maria Marc auf dem Deckel eines schwarzen Lederkästchens von 1912.

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