Worum es geht
In einem Walddickicht wirft sich die verlorene Tochter all ihrer Kleider beraubt dem Einsiedler vor die Füße. Einerseits ein Demutsakt, andererseits weckt die Konstellation nackte Frau und schrulliger Alter auch Begierden. Alfred Kubin, zunächst ausgebildet als Fotograf, besuchte ab Mai 1899 die Münchner Akademie. Nach 1904 folgten Reisen nach Wien, Südfrankreich, Italien und Paris. 1906 zog er sich mit seiner Frau Hedwig auf das Schlösschen Zwickledt bei Wernstein am Inn in Oberösterreich zurück. Der frühe Tod von Mutter, Stiefmutter sowie seiner ersten Braut hinterließ Spuren bei dem Künstler. Darüber hinaus führten die Anregungen durch Werke von Francisco Goya, Max Klinger, Edvard Munch und anderen zu Kubins Traumwelten, in denen er dem Skurrilen, Grotesken, Absurden bis hin zum alptraumhaften Bösen verpflichtet war.
Haben Sie Fragen oder Informationen zu diesem Objekt?
