Die verlassene Stadt (Blatt 2 in: Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession, Folge 22)

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Worum es geht

Beschreibung

In einer verlassenen, seelenlosen Stadt, über der der Rauch von Bomben liegt, befindet sich nur noch der riesige, weißgewandete Tod. Menschliche Opfer findet er nicht mehr und so macht er sich an den kleinen ahnungs- und herrenlosen Hund heran, dessen Leine am Boden schleift. Alfred Kubins Anklage gegen den Krieg erschien 1916 als zweite Illustration in: »Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession« (Berlin, Julius-Bard Verlag, Folge 22, August 1916). Sein charakteristisches Linienspiel hatte der Künstler bereits 1909 in seinem Roman »Die andere Seite« erläutert, in dem sein Alter Ego, ein Zeichner sagt: »Hier versuchte ich unmittelbar neue Formgebilde nach geheimen, mir bewußtgewordenen Rhythmen zu schaffen; sie ringelten, knäulten sich und platzten gegeneinander. Ich ging noch weiter. Ich verzichtete auf alles bis auf den Strich und entwickelte in diesen Monaten ein seltsames Liniensystem. […] ›Psychographik‹ nannte ich dieses Verfahren.«

Text

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