Worum es geht
Dargestellt ist Andreas Müller, Vater der Familie Müller, die die Hofgruppe »In den Lärchen« bewirtschaftete und das obere Haus von Herbst 1918 bis Herbst 1923 an Ernst Ludwig Kirchner vermietet hatte. Vater Müller starb im Februar 1919. Im selben Jahr porträtierte der Künstler auch den Sohn David. Für beide Holzschnitte benutzter er den Geißfuß, der fast wie die zeichnende Hand leicht in den Holzstock einritzen kann. Kirchner verwendete dieses Gerät, nachdem seine Hände durch den vorangegangenen Alkohol- und Medikamentenmissbrauch starke Lähmungserscheinungen aufwiesen. Von »Vater Müller« sind bisher fünf schwarze und zwei farbige Drucke bekannt. Seine Ehefrau Cathrin (Nini) Müller zeichnete Kirchner 1918/19 (vgl. Inv. Nr. C 1957/726).
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