Worum es geht
George Grosz' Federzeichnung »Trapezakt« von 1913 fängt die simultane Bewegung mit wenigen Strichen und pointiert gesetzter Lavierung ein. Das zarte Liniengebilde verdeutlicht sowohl die Schnelligkeit des Fluges als auch die Gefährlichkeit des Trapezaktes. Grosz war schon als Schüler vom Zirkus begeistert, u.a. anlässlich eines Gastspiels von Barnum & Bailey, wie er in seiner Autobiographie 1955, »Ein kleines Ja und ein großes Nein. Sein Leben von ihm selbst erzählt«, schreibt: »Welchen Jungen hätte solch Zirkusleben und -treiben nicht bezaubert? Was hätte ich darum gegeben, mit Seiltänzern und Jongleuren in die Welt zu ziehen und in einem der so reich mit Gold verzierten weißen Wagen zu wohnen! (Selbstverständlich nicht als der, der ich war, sondern als weltberühmter Faßspringer oder Trapezkünstler).«
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