Der Tod Mariens (Das Marienleben, 18)

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Worum es geht

Beschreibung

Albrecht Dürer gibt seine seit 1502 entstehende Holzschnittfolge »Das Marienleben« im Jahr 1511 in Form einer neuartigen Verbindung aus Andachts- und Kunstbuch heraus. Darin werden die Bilder durch lateinische Texte des Benediktinermönchs Benedictus Chelidonius ergänzt. Der achtzehnte Holzschnitt der Folge zeigt den »Tod Mariens«. Dürer stellt Maria schwach und tief in die Kissen gesunken in einem von einem Bogen überwölbten Baldachinbett dar. Die Apostel haben sich um das Bett der sterbenden Gottesmutter versammelt, um Abschied zu nehmen. Gleichwohl wirkt die Szene ruhig und feierlich. Jedes Detail verweist auf Maria: die Falten im Kopfkissen, die Struktur des Baldachins, selbst die mittlere Quaste. Johannes reicht Maria eine Sterbekerze, während Petrus sie mit Weihwasser besprengt. Die Perspektive des Bettes, das in den Raum hineinragt, entwickelte sich erst im frühen 15. Jahrhundert in den Niederlanden. Diese Positionierung wurde von Martin Schongauer in einem Kupferstich aufgenommen, dessen Komposition Dürer wiederum in seinem Holzschnitt variiert.

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