Worum es geht
Für den Mappendeckel in blauem Leder mit Goldprägung zur Vorzugsausgabe von Max Slevogts »Faust-Lithographien«, 1927 in 50 Exemplaren bei Bruno Cassirer in Berlin erschienen, schuf der Künstler zwei erste Entwürfe auf Vorder- und Rückseite dieser Zeichnung. Hier konzentriert er sich jeweils nur auf die Figur des Mephisto, die in einer weiteren Entwurfszeichnung neben vielen anderen Figuren unten erscheint (Inv. Nr. C 2017/5756,189,a). Diese endgültige Version ist zudem mit weißem Pinsel auf schwarzem Papier gezeichnet, nimmt demnach die spätere Prägung auf dunklem Grund bereits ins Visier. Interessant ist auf der Vorderseite die Klebekorrektur: Mephisto wurde separat auf ein kleines Blatt gezeichnet (14,6 x 6,4 cm) und in die vorhandene Darstellung eingeklebt. Die ornamental angelegten Engelfiguren, die am Ende des Dramas aus dem Grab »Faustens Unsterbliches« entführen werden, folgen dem Muster romantischer Graphikrahmungen, wie man sie beispielsweise auch bei Philipp Otto Runge (1777-1810) oder Eugen Napoleon Neureuther (1806-1882) findet.
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