Worum es geht
In seinen expressiven Werken, in den Graphiken stets mit einem vehementen Strichgetümmel, verarbeitete Otto Gleichmann seine Erlebnisse des Ersten Weltkriegs. Auch wenn die Tafelrunde zunächst ein gemütliches Beieinander suggeriert, so scheint sie dann doch, auch wegen der Beleuchtung, in ein apokalyptisches Szenario umzuschlagen. »Die Schaffenden. Eine Zeitschrift in Mappenform« erschien mit acht Jahrgängen in fünf Mappen mit insgesamt 220 Holzschnitten, Radierungen, Lithographien und Linolschnitten von 1918 bis 1922 im Gustav Kiepenheuer Verlag in Weimar, von 1923 bis 1930 im Euphorion Verlag in Berlin. Der Herausgeber Paul Westheim ergriff in den »Schaffenden« die Chance, neben »Spitzenwerken« unbekanntere Positionen des frühen 20. Jahrhunderts speziell in der Graphik dem Publikum nahe zu bringen und deren Entwicklung und »Schaffen« rund dreizehn Jahre lang zu begleiten. An dem ehrgeizigen Projekt waren Künstler aus Deutschland, Frankreich, Tschechien, Österreich, Ungarn und der Schweiz beteiligt.
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