Worum es geht

Beschreibung

In Oskar Schlemmer fand der Direktor des Staatlichen Bauhaus Weimar, Walter Gropius, einen universalen Künstler, der nicht nur im Gestalterischen als kunstgewerblicher Zeichner und mit einer Ausbildung bei Adolf Hölzel gestärkt, sondern auch durch seine Beschäftigung mit Bühnenbild und Tanz ideal für das Bauhaus war. Neben seinen Tätigkeiten als Formmeister in verschiedenen Werkstätten waren es vor allem das Akt- und Figurenzeichnen, das er am Bauhaus lehrte, sowie nach dem Weggang von Lothar Schreyer 1923 die Übernahme der Bühnenwerkstatt. Anlässlich der großen Bauhaus-Ausstellung wurde Schlemmers »Triadisches Ballett« - bereits ab 1916 in Arbeit und Ende September 1922 in Stuttgart uraufgeführt - am 16.8.1923 auch am Nationaltheater Weimar gezeigt. Schlemmer hatte bereits im Januar 1921 seine Lehrtätigkeit am Bauhaus aufgenommen, sein Herzensthema »Tanz«, d.h. bewegter Mensch im Raum ist in dieser Lithographie mit sicherem Gefühl für den Raum verbildlicht. In einer unbekannten Auflage am Bauhaus gedruckt gehört der hier vorliegende Vorzugsdruck zu den schönsten Exemplaren: Laut Aussage von Tut Schlemmer, die ihn 1966 der Staatsgalerie schenkte, handelt es sich um das einzige Exemplar auf Japanpapier. Entstanden ist die Lithographie nach dem Gemälde »Die Geste, Tänzerin« aus dem Jahr 1922. Auch in einer Zeichnung (Inv. Nr. C 1951/421) kehrt das Motiv als zentrale Figur wieder, dort aber umgeben von weiteren Skizzen.

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