Worum es geht
Nachdem Lyonel Feininger erst 1918 mit dem Holzschnitt begonnen hatte, sollte diese Technik in den ersten Jahren seiner Tätigkeit als Formmeister der Druckwerkstatt am Staatliche Bauhaus Weimar überwiegend bestimmen. Seine zum Teil ungewöhnlichen Holzstöcke wurden allerdings zur Herausforderung für den Drucker, wie der Geselle der Druckwerkstatt, Ludwig Hirschfeld-Mack, berichtete: »Ich druckte damals Feiningers Holzschnitte, die oft nur aus Cigarrenkistendeckeln geschnitzt und sehr zerbrechlich waren; wir konnten sie daher nicht in der Handpresse drucken. Ich druckte wohl einige Hundert, handgerieben (von der Rückseite des Papiers) mit einem gewachsten, weichen Hölzchen. Feininger war jedesmal sehr begeistert von diesem halbtransparenten Druckverfahren.« Nicht nur für die Drucke, sondern auch für die Papiere selbst entwickelte Feininger eine große Leidenschaft: »Gestern habe ich je 10 Bogen, groß und klein, Japan Papier hier erstanden. Teuer, aber wunderschön, und werde von jetzt ab anständige Drucke machen können« teilte er seiner Frau Julia im Juni 1919 mit.
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