Worum es geht
Der Malik-Verlag in Berlin veröffentlichte 1916/17 neun Blätter von George Grosz, denen Zeichnungen aus den Jahren 1915/16 zugrunde liegen. Auf Einflüsse des Futurismus, Ludwig Meidners, sowie auf Erinnerungen an Kinderzeichnungen mit ihren Phantasien, den abbreviaturhaft dargestellten Zeichen für Gestirne, Häuser, Menschen und Pflanzen und an eindeutige Kritzeleien in öffentlichen Einrichtungen ist immer wieder hingewiesen worden. In seinen Lebenserinnerungen schrieb Grosz: »Ich zeichnete [...] Männer, die mit geballter Faust den Mond verfluchen, [...]. Ich zeichnete fliehende Männchen, die einsam und wie wahnsinnig durch leere Straßen liefen. Oder einen Querschnitt durch ein Mietshaus: in einem Fenster geht einer mit einem Besen durch auf seine Frau los, im zweiten lieben sich zwei, im dritten hängt jemand, von Fliegen umsummt, am Fensterkreuz.« In diesen frühen Werken ist jedoch noch wenig von den direkten politischen Anspielungen und Provokationen zu spüren, die Grosz als »Satiriker der Weimarer Republik« berühmt-berüchtigt machen sollten.
Haben Sie Fragen oder Informationen zu diesem Objekt?