Worum es geht

Beschreibung

Das Blatt geht auf eine seitenverkehrte Vorzeichnung in Bleistift zurück (Franz Marc Museum, Kochel a. See), zu der die Frau des Künstlers, Maria Marc, notierte: »Ein liegendes Tier halb von vorn, das den Hals und Kopf in schmerzhafter Gebärde aufwärts reckt. Er sah - wahrscheinlich Herbst 1908 in München ein sterbendes Hündchen, das auf der Strasse überfahren worden war und machte davon drei Zeichnungen [...].«. In der Lithographie kamen noch schwirrenden Pfeile dazu. Die Darstellung steht vermutlich in Verbindung zu Marcs Studien zum »Heiligen Julian« nach der 1908 erstmals auf Deutsch erschienen Novelle von Gustav Flaubert. Dort wird das blinde Wüten Julians unter den Tieren geschildert: »Julian zielte, schoß, und die Pfeile schlugen nieder gleich den Strahlen eines Gewitterregens [...]. Die Armbrust surrte nochmals. Das Kitzlein wurde sofort getötet. Da stöhnte seine Mutter, zum Himmel aufblicken, mit einer tiefen, herzzerreißenden, menschlichen Stimme.«

Text

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