Worum es geht
Über sich selbst sagte Ludwig Meidner: »Ich war klein von Gestalt, sehr schüchtern. Mein Gesicht zart, gut und von verhaltenem Feuer und man beachtete mich wenig.« (aus: »Nächte des Malers«, 1918). Auffallend ist, dass der Künstler sich in seinen Selbstbildnisse oft mit dem Arbeitsgerät - Griffel oder Pinsel - darstellt. Meidner betrachtete den Krieg, auch wenn er nie direkt zur Front musste, rückblickend mit erschüttertem Blick als Strafgericht Gottes. Diese Erfahrung brachte ihn zum Schreiben und zurück zu seiner jüdischen Religion: »Der Weltkrieg zermalmte meinen Mut und die große Weltseligkeit ging in Scherben und ich ward ein Hasser des Vaterlandes.« - »Von Haß und Unrast bin ich ausgegangen und zum Frieden Gottes bin ich eingekehrt.« (aus: »Ludwig Meidner« [Junge Kunst 4, 1. Auflage], 1919, sowie »Ludwig Meidner. Eine Autobiographische Plauderei« [Junge Kunst 4, 2. Auflage), 1923).
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