Worum es geht
Der Kupferstich geht auf ein Gemälde gleichen Titels zurück, das Peter Paul Rubens kurz nach seiner Rückkehr von einem mehrjährigen Italienaufenthalt für den Antwerpener Bürgermeister Nicolaas Rockox anfertigte. Dieser war eng mit Rubens befreundet und galt als großer Kunstförderer. Dargestellt ist eine Szene aus der alttestamentarischen Geschichte von Samson und Delila. Dem im Schoße Delilas ruhenden Samson wird eine Haarlocke abgeschnitten, um ihn seiner Kraft zu berauben, während die Soldaten der Philister bereits in der geöffneten Tür stehen und darauf warten, ihn zu blenden. Der Stecher Jacob Matham widmete Rockox das Blatt und weist im Text unter der Darstellung darauf hin, dass das Bild in dessen Haus zu finden sei. Der Kupferstich ist nach dem Originalgemälde gestochen, das jahrhundertelang als verschollen galt und erst 1929 durch den Kunsthistoriker und Rubensforscher Ludwig Burchhard im Berliner Kunsthandel wiederentdeckt wurde (Heute: National Gallery, London).
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