Worum es geht

Beschreibung

In einer Landschaft rastet die Heilige Familie, der Ziehvater Joseph und die Muttergottes wenden sich dem nackten Christusknaben zu, der wiederum auf die Betrachtenden blickt. Das in der Bibel nicht beschriebene Thema der Ruhe auf der Flucht nach Ägypten war ein beliebtes Andachtsmotiv, das Malern Gelegenheit zur Schilderung genrehafter Szenen gab und die Beschwernisse der Heiligen Familie anschaulich vermitteln sollte. Bei seiner Erwerbung 1852 aus der Sammlung Barbini-Breganze noch als ein Werk des venezianischen Malers Paris Bordone (vor 1500-1571) geführt, wurde die Zuschreibung schon zu Beginn des 20. Jhs. zurückgewiesen. Paris Bordones frühe kunsthistorische Biographen versuchten, das Bild den Bassano anzunähern, einer venezianische Malerfamilie, die im 16. Jh. über Generationen hinweg vor allem für ihre atmosphärischen Genrebilder geschätzt wurde. Heute gilt es als das Werk eines anonymen venezianischen Malers, der sich an den lebendigen Andachtsbildern in idyllischer Landschaft orientiert, die von Malern um kurz nach 1500 zu einer venezianischen Spezialität entwickelt wurden.

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