Worum es geht
Die Experimentierfreude des Typographen und Künstlers Hansjörg Mayer kommt in der Serie »rosenschuttplatz« reich zum Tragen. Grundlage ist eine gleichnamige Textsammlung von Max Bense, Mayers frühem philosophischen und künstlerischen Mentor und zentraler Bezugsperson für die Dichter der Konkreten Poesie innerhalb der »Stuttgarter Gruppe«. Alle möglichen, in Zeitschriften und anderen Publikationen gefundenen Wortkombinationen mit ›Rose‹ werden in der Textcollage zu einem unkonventionellen ›Rosengarten‹ zusammengeführt. Sie ist eine von zwei im Archiv Sohm verwahrten Prototypen für ein Plakat wie auch für eine eigenständige Graphikfolge, die in 10 Blättern durch fortschreitendes Übereinanderdrucken den Blumen-und-Text-Garten zum unlesbaren, mit den Augen undurchdringlichen ›Schuttplatz‹ macht. Gertrude Stein, die amerikanische Avantgardistin, spielte für die Künstler der Stuttgarter Gruppe eine wichtige Rolle. In Mayers »rosenschuttplatz« erfährt die Tautologie ihrer wohl berühmtesten Gedichtzeile - »Rose is a rose is a rose is a rose« - eine ehrende Adaption. 1969 diente Mayers Textgraphik als Partitur für eine dreistimmige Vokalisation durch Clytus Gottwald und seine »Schola Cantorum«.
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