Worum es geht
Repräsentative Prachtbildnisse von französischen Adligen - hier ein Herr mit der Rüstung eines Feldherrn - sowie Prominenten aus Diplomatie Finanzwelt, der hohen Geistlichkeit und natürlich der Damenwelt in unterschiedlichem Habit waren vor allem im Umfeld des bedeutendsten Porträtmalers seiner Zeit, Hyacinthe Rigaud (1659-1743), ein begehrtes Thema, weshalb das Blatt zunächst auch dort eingeordnet wurde. Wahrscheinlicher aber ist es, hierin die Hand von Jean-François de Troy zu sehen. Nachdem dieser zwischen 1699 und 1706 in Italien war und sich anschließend in Paris einen Namen gemacht hatte und wo vermutlich auch diese Zeichnung entstanden ist, kehrte er als Direktor der französischen Akademie 1738 nach Rom zurück. Sein Zeichentalent äußert sich hier vor allem im Setzen der »Lichter« mittels der weißen Kreide, die das glänzende und spiegelnde Material der metallenen Rüstung vermitteln soll. Auch könnte es sich um die Vorzeichnung zu einem Stich handeln.
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