Worum es geht
Die Studie ist der Stuttgarter Zeichnung »Gruppe von Orientalen« (Inv. Nr. C 1420) eng verwandt und gehört zu einer ganzen Gruppe von Blättern, die zum Teil während der Würzburger Zeit sowie in Verbindung mit der Ausmalung der Villa Valmarana ai Nani bei Vicenza 1757 stehen (vgl. Inv. Nr. C 1425, C 1434, C 1435; vgl. George Knox: Catalogue of the Tiepolo Drawings in the Victoria & Albert Museum, London 1960, Nr. 131-176, 276-295). Stets ist der Federstreich leicht und spontan, die Lavierung unterstreicht das Atmosphärische, das gerade der venezianischen Zeichenkunst im Besonderen eignet. Fast alle Tiepolo-Zeichnungen in der Staatsgalerie stammen aus der Sammlung Bossi-Beyerlen. Diese ehemals rund 850 Zeichnungen umfassende Sammlung, einst von dem Mitarbeiter Giovanni Domenico Tiepolos (1727-1804), Giovanni Domenico Bossi (1765-1853), zusammengetragen und durch die Heirat seiner Tochter Maria Theresa Karoline (1825-1881) mit Karl Christian Friedrich Beyerlen (1826-1881) in dessen Besitz gelangt, wurde 1882 in Stuttgart bei Gutekunst versteigert. Der damalige Kustos des Königlichen Kupferstichkabinetts Stuttgart, Karl August Kräutle (1833-1912), erwarb dort insgesamt neun Konvolute mit 105 Kreide- und 63 Federzeichnungen der Tiepolo.
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