Worum es geht
Die Farbholzschnitte, die Ernst Ludwig Kirchner um 1925 schuf, verfügen noch über Konturierungen, die in den folgenden Jahren von den von ihm so genannten »Schatten«, das heißt farbigen Flächenformen, weitgehend abgelöst werden. Die friedlichen Szenen von nackten Frauen und Kindern im Wald (vgl. auch Inv.Nr. A 1957/2011) spiegeln die Lebensfreude des Künstlers wider, die er in der Schweizer Bergwelt gefunden hatte. Nachdem er im Herbst 1918 nach Frauenkirch bei Davos übergesiedelt und 1919 auch seine Druckerpresse aus Berlin dort angekommen war, beschäftigte sich Kirchner wieder mehr mit dem Holzschnitt. Die kräftigen Rot und Blau gedruckten Grate der Konturierung stehen flächenartig vor dem dunklen grünblauen Hintergrund des Waldes. Die Abkehr von der Perspektive hin zu einer hintereinander geschichteten Komposition ist charakteristisch für den neuen Weg Kirchners.
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