Mönch und Nonne

Worum es geht

Beschreibung

Heinrich Aldegrevers kleines Blatt steckt voller Witz und Aggression. Die dichte graphische Struktur macht es zunächst nicht ganz leicht, das Dargestellte zu entziffern. Ganz im Vordergrund, direkt vor den Augen der Betrachtenden, sind ein Mönch und Nonne in sexueller Interaktion gezeigt. Die beiden haben sich für ihr Stelldichein offenbar aus dem im Hintergrund rechts zu sehenden Kloster in die freie Natur zurückgezogen. Mit einer Hand zieht der Mönch seine Partnerin an der Schulter zu sich, während er ihr mit der anderen unter ihr Gewand fasst. In just diesem Moment wird das Liebespaar von einem Landsknecht überrascht, der von links aus dem Wald tritt. Sein gezücktes und schräg aufragendes Schwert ist gleichermaßen Zeichen seiner Gewaltbereitschaft wie seiner sexuellen Erregung. Entsprechend wütend und frustriert ist der Gesichtsausdruck des sich umwendenden Mönchs. Das Gesicht der Nonne ist hingegen weitgehend verdeckt, so dass unklar bleibt, mit welchen Gefühlen sie dem Störenfried entgegenblickt.

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