Worum es geht
Ein Ungeheuer, bestehend aus einem menschlichen Gesicht mit Armen und Beinen, speit aus seinem aufgerissenen Maul ein neongrünes Virus, welches durch die nach außen ragenden Spike-Proteine gekennzeichnet ist. In der Landschaft davor fallen teils nackte, teils bekleidete Menschen und Wesen übereinander her und peinigen sich gegenseitig. Im Gegensatz zu anderen Arbeiten verzichtet Klaus Staeck hier auf einen Text im Bild. Als Vorlage nutzt er das um 1575 im Stil von Hieronymus Bosch gemalte Werk »Christus in der Vorhölle«, das sich heute im Indianapolis Museum of Art at Newfields befindet. Durch den Titel »look down«, in Kombination mit dem endzeitlichen Szenario, wird deutlich, auf welches Ereignis Staeck anspielt. Am 22. März 2020 tritt der erste Lockdown als Maßnahme gegen die Ausbreitung des bis dahin unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland in Kraft. In den folgenden zwei Jahren bestimmen die Pandemie sowie die wiederkehrenden Massenquarantänen weltweit den Alltag.
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