Worum es geht
»Liz« gehört zu einer Reihe von Serien, die die Schauspielerin Liz Taylor auf farblich wechselndem Bildgrund zeigen. Mit verwischtem und kontrastreichem türkisfarbenen Lidschatten sowie rotem Lippenstift - diese Farben variieren in den Serien nicht - schaut sie dem Betrachter lächelnd in die Augen. 1962 entdeckte Andy Warhol in einem Magazin einen Bericht über die Schauspielerin, die während ihrer Dreharbeiten zum Film »Cleopatra« zusammengebrochen war. Warhol faszinierte die starke, exzessive und zugleich zerbrechliche Diva, deren Leben die Seiten der Boulevardpresse füllten und die zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses rückte. Fortan verwendete er eine Fotografie aus den Presseberichten als Vorlage, das fotografische Siebdruckverfahren ermöglichte ihm die sofortige Wiedergabe des Originals auf dem Bildträger und eine scheinbar unbegrenzt hohe Auflagenzahl. Solche Porträts von Hollywoodstars und Personen des öffentlichen Lebens, die wie Warhol selbst heute noch weltberühmt sind, trugen zu seinem Erfolg bei.
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