Worum es geht
In dieser ganz linearen Lithographie wird durch den versetzten Übereinanderdruck der zwei Farben (erst gelb, dann violett) der Bewegungseffekt des Flatterns suggeriert - Pablo Picasso hielt damals Turteltauben in seinem Atelier: »Die beiden Turteltauben saßen zusammen in ihrem Käfig. Es sah oft so aus, als paarten sie sich, doch nie gab es ein Ei. Schließlich stellte Pablo fest, dass beides Männchen waren. ›Alle Welt spricht gut von Tieren‹, sagte er. ›Natur in ihrem reinsten Zustand und so weiter. Was für ein Unsinn! Sieh dir nur diese Turteltauben an: so schamlose Päderasten wie die bösesten Buben!‹ Er machte zwei Lithographien von ihnen beim Akt, eine in Purpurrot, die andere in Gelb. Dann machte er eine dritte, indem er eine Lithographie über die andere legte, um den Effekt des Stoßens und Flatterns zu erzielen, mit sie ihre ›Paarungen‹ zu begleiten pflegten« (Picasso im Gespräch mit Francoise Gilot, aus: Leben mit Picasso, München 1965, S. 145). Das Blatt ist selten, da der Künstler mit Ausnahme seiner farbigen Linolschnitte, fast keine farbige Graphik darüber hinaus gemach hat.
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