Worum es geht
Die Lithographie des Stieres erscheint am 17.1.1946 in diesem Blatt in der 11. und letzten, weitestgehend reduzierten Fassung eines Motivs, das Pablo Picasso am 5.12.1945 begonnen hatte (vgl. die komplette Folge Inv. Nr. A 1992/6594,1-11). In den besonders kalten Wintertagen 1945/46 arbeitete der Künstler gern von früh bis spät in der gut geheizten Werkstatt seines Druckers Fernand Mourlot. Zunächst zeichnete er sein Lieblingstier, den Stier, auf den Stein, dann griff er in zehn verschiedenen Zustandsdrucken zum Schaber und der Tuschfeder, um die plastisch pralle Gestalt des Bullen immer entschiedener auf seine Grundformen und -merkmale zu reduzieren, bis zum hier vorliegenden letzten Zustand, der gleichsam die abstrahierte Idee eines Ur-Stieres ist.
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