Worum es geht
An einer steinernen Brücke haben sich Fischer versammelt, ein Edelmann zu Pferd reitet mit einem Knappen durch die idyllische Landschaft. Die Szenerie ist bei Mondschein gezeigt, der die Umgebung in ein kaltes Licht taucht. Eine ungewöhnliche Wirkung entwickelt daher die Modellierung in verschiedenen Blautönen, denen lokale rote und erdfarbene Farbakzente einen warmen Schimmer verleihen. Die Komposition wird durch Details wie die schräg durch das Bild geführte Brücke dynamisiert und von aufragenden Bäumen gerahmt, die dem Ausblick zusätzliche Tiefe verleiht. Auch die um den Mond greifende Wolkenformation betont die formalen Gegenbewegungen im Bild und macht es lebendig. Diese besonderen Elemente wurden im 19. Jh. mit dem lothringischen Kupferstecher Jacques Callot (1592-1635) verbunden, sind aber auch in der italienischen Landschaftsmalerei typische Gestaltungsmerkmale. Das ungewöhnliche achteckige Format und der pastose Farbauftrag waren auch im 18. Jh. eine beliebte künstlerische Ausdrucksorm.
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