Worum es geht
Die mächtige Bronze, der eine kleinere Version voranging, wirkt durch die schwellenden Formen, die Drehung in der Achse und das Wechselspiel von Volumen und Hohlräumen selbst wie eine Melodie, die diese "große Musikerin" auf ihrer Lyra spielt. Das Instrument scheint geradezu mit den wogenden Körper zu verschmelzen. Dabei haben wir es keineswegs mit einer realistischen Figur zu tun, sondern mit voluminös-phantastischen Körperzeichen, die jedoch ohne Zweifel eine weibliche Gestalt meinen. In den Arbeiten der 1930er Jahren verarbeitet Laurens sowohl seine Erfahrungen mit dem Kubismus als auch Anregungen des Bildhauerkollegen Aristide Maillol, dessen sinnliche weibliche Aktfiguren hier ein Echo finden. Vor allem ist es aber der Surrealismus, der Laurens zu solchen biomorph-dynamischen Deformationen der Figur anregte.
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