Worum es geht
Das Aquarell »L 6« vom 22.2.1984 gehört zu einer Folge von kleinformatigen Blättern, die Gerhard Richter zwischen Januar und Mai 1984 gezeichnet hat. Doch, wie dem Aquarell eigentlich gemäß, gestaltet der Künstler seine Abstraktionen nicht in transparenten Tönen, sondern im Gegensinn in betont leuchtenden, deckenden Komplementärfarben. Die generelle Strategie, sich Einordnungen zu entziehen, ist charakteristisch für Richter. Stets neue visuelle Eindrücke zu erreichen, ist sein Ziel. Ende der 1970er Jahre begann er in Anknüpfung an die abstrakte »Klassische Moderne« und das Informel mit seinen Bildern eine Opposition zur Malerei des Neoexpressionismus zu entwickeln. In diesem Kontext stehen auch die kleinen »Tages«-Aquarelle.
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