Worum es geht
Mit einer ganzen Reihe großformatiger quadratischer Mappenwerke setzte der experimentelle Typograph und Drucker Hansjörg Mayer in den 1960er Jahren die Texte der Konkreten und Visuellen Poesie kongenial in Szene. Fußend im Kreis der sogenannten »Stuttgarter Gruppe«, in deren Mittelpunkt der Philosoph Max Bense stand, fächert sich das Autorenspektrum weit ins Internationale auf. Wie das erste versammelt auch das zweite Portfolio der »edition hansjörg mayer« 13 höchst unterschiedliche ›Wortwerke‹ und verwandelt sie in materiale, visuelle Poesie, in »design in wörtern« (Max Bense). Gegenüber der ersten Mappe »13 visuelle texte« reduziert Hansjörg Mayer in »konkrete poesie international« seine Gestaltungsmittel noch stärker. Er verzichtet auf farbige Papiere, setzt vielmehr ganz auf den Kontrast von schwarzer Schrift - Kleinbuchstaben der »Futura« - auf weißem Grund. Die seriellen Ordnungsmuster und ›Bewegungsabläufe‹ der Worte kommen dadurch umso markanter zur Geltung. Hansjörg Mayer inszeniert die Textgestalt als graphischen Akteur.
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