Worum es geht

Beschreibung

Das von Nicaise de Keyser rechts neben dem Oberarm mit »Nde Keyser 1848« signierte und datierte Ovalbildnis bereitet ein ganzfiguriges Porträt der Kronprinzessin Olga (1822–1892) aus dem gleichen Jahr vor, das sich heute in Privatbesitz befindet (Olga - russische Großfürstin und württembergische Königin. Ein Leben zwischen höfischer Repräsentation, Politik und Wohltätigkeit, herausgegeben vom Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart 2008, Abb. S. 69). Im »Olga-Album«, einer Kassette mit 87 Aquarellen und Gouachen, die Olga von verschiedenen Künstlern von ihren Wohn- und Repräsentationsräumen anfertigen ließ, ist das Porträt im »Chambre d' études de La Grande Duchesse Véra de Russie, au Château. Stuttgart 1866–1874«, dem Studierzimmer von Olgas Adoptivtochter Vera (1854–1912), um 1869 von Carl von Kurtz (1817–1887) gezeichnet, an der Wand hängend zu sehen (Inv. Nr. C 1958/GVL 179,21). Der aus Antwerpen stammende De Keyser, der vor allem als Bildnismaler in den belgischen, schwedischen, bayerischen und württembergischen Königshäusern tätig war, scheint ein bevorzugter Maler Olgas gewesen zu sein, hat sie doch in Pieter Francis Peters Ansicht des »Salon bleu, avec tableau de Keyser ›fille de Saïr‹, à la grande Villa Berg. 1853–1892« im »Olga-Album« (Inv. Nr. C 1958/GVL 179,57) eigenhändig dessen Gemälde »Tochter des Jairus« auf dem Untersatzkarton vermerkt, allerdings mit dem Schreibfehler »Saïr« statt »Jair«, wobei sie offenbar die Tochter des Jairus mit dem Verfasser des Gedichts »Ob sie wohl kommen wird?«, Moritz Gottlieb Saphir (1795–1858), verwechselt hat. Ein weiteres Bildnis der Kronprinzessin schuf Franz Xaver Winterhalter (1805–1873) 1856 (heute im Landesmuseum Württemberg; Fritz Fischer: Unser Bild von Olga«, ebd., S. 78–81 mit Abb.) Dieses wiederum ist im »Olga-Album« in Albert Kappis (1836–1914) Ansicht des »Cabinet de S. A. R. Prince Royal Charles de Württemberg, au Kronprinzen Palais, Stuttgart 1854–1864«, gezeichnet 1860, über dem Schreibtisch zu sehen (Inv.Nr. C 1958/GVL 179,17). Schließlich malte Winterhalter 1865 auch ein Porträt der Königin Olga (Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Das Königreich Württemberg 1806–1918. Monarchie und Moderne, bearbeitet von Fritz Fischer, Rainer Y u.a., Ausst.-Kat. Landesmuseum Württemberg [22.9.2006–4.2.2007], Ostfildern 2006, Nr. und Abb. 237).

Text

Haben Sie Fragen oder Informationen zu diesem Objekt?

Kontaktieren Sie uns