Worum es geht
Die Installation von Kiki Smith »Jersey Crows« von 1995/97 mit 20 Krähen aus schwarzer Bronze, die auf dem Boden liegen, zuletzt zu sehen 2018 im Haus der Kunst in München, thematisiert das Verhältnis des Menschen zum Tier, zur Natur und zur Umwelt. Sie wurden auch Thema einer Folge von drei Drucken, in denen jeweils zwei Motive auf jedem Blatt vereint sind. Entstanden sind diese im sog. Irisdruck-Verfahren, bei dem lasierende Grundfarben in einem Druckvorgang gedruckt werden und die Farben sich so ineinander ohne Rasterung vermischen können. Die Leidenschaft von Kiki Smith, gebürtig in Nürnberg, aber schon früh in die USA übergesiedelt, gehört Mensch wie Tier und geht weit über das Mythische und Religiöse hinaus. Ihr Werk erzählt von Lebensfreude aber auch Vergänglichkeit. Die »Jersey Crows« waren die Antwort der Künstlerin auf Zeitungsartikel, die 1995 davon berichteten, dass in New Jersey Vögel tot vom Himmel fielen, nachdem sie in einen Nebel aus Pflanzenschutzmitteln geflogen waren.
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