Worum es geht
Die Lithographie zeigt zwei Personen in einem Nachtcafé, ein ineinander übergehendes Geflecht von dicht aneinandergesetzten Farbflächen und Linien erschwert die Zuordnung der Körper. Der Kopf, die Hände und der Oberkörper des Mannes wirken im Vergleich zu der zweiten Gestalt und dem sie umgebenden Bildraum überdimensioniert und geben der Darstellung einen karikaturhaften Ausdruck. Nach seinem Umzug von Dresden nach Berlin 1911 sah sich Karl Schmidt-Rottluff mit den unterschiedlichen Facetten des Großstadtlebens konfrontiert. Vor allem die Vergnügungs- und Unterhaltungsetablissements wie Kasinos, Tanzlokale, Nachtcafés, Varietés faszinierten den Künstler und dienten ihm als Inspirationsquelle. Reine Landschaftsdarstellungen, wie sie noch zu Anfang der gemeinsamen »Brücke«-Zeit kennzeichnend für sein Schaffen waren, rückten in den Hintergrund.
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