Worum es geht
Für Soldaten bedeuteten Kampfeinsätze eine hohe Verletzungsgefahr. Und das Leben in einem Feldlager mit vielen Menschen und Nutztieren auf engstem Raum sorgte häufig für die Ausbreitung von Krankheiten. Daher wurden in einem frühneuzeitlichen Soldatenlager stets dringend Wundärzte benötigt – sogenannte »Feldscherer«, »Feldscher« oder »Balbirer«. Hauptleute und wohlhabendere Soldaten ließen sich nach Möglichkeit für eine bessere Versorgung in eine nahegelegene Stadt bringen. Besonders wichtig für den medizinischen Wissensaustausch waren chirurgische Lehrbücher mit erklärenden Bildern. Bei der vorliegenden Darstellung handelt es sich um eine Illustration aus einer 1537 in Augsburg gedruckten Ausgabe der »Großen Wundartzney« des berühmten Arztes und Naturphilosophen Paracelsus. Der namentlich nicht bekannte Holzschneider orientierte sich bei der Darstellung eines Verwundeten mit Hieb-, Stich- und Schussverletzungen eng an einer Illustration aus dem »Feldbuch der Wundarztney« von Hans von Gersdorff.
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